manquants
Diebstahl in der Kunst hat nichts Abstraktes

Donnerstag, 28. Januar 2016, 19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung und Vorstellung eines Buchprojekts

Heike Salchli im Gespräch mit Bernhard Cella

Revolver Publishing Showroom

Immanuelkirchstraße 12, D–10405 Berlin

Die in der Ausstellung gezeigten „Manquants“ sind Gobelins, gewebt in Jacquardtechnik. Sie zeigen alle Vorder- und Rückseiten entwendeter Publikationen, Platzhalter für verschwundene, gestohlene oder fehlende Bücher. Die Serie der Manquants entstand in den Jahren 2012 bis 2014 und umfasst insgesamt 38 unterschiedliche Gobelins im Format von 20x30 cm bis 40x60 cm.
Ironischerweise wurden v.a. kunsttheoretisch bekannte und systemkritische Titel wie „Did Someone Say Participate?: An Atlas of Spatial Practice“, „Art and Subjecthood“, „The Return of the Human Figure in Semiocapitalism“, „Situationistinnen und andere...“ sowie „Manifestos“ aus der „Great Bear Pamphlet“-Reihe entwendet.
Im Jahr 2007 machte ich mein Wiener Atelier als 1:1-Modell einer Buchhandlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Unter dem Titel Salon für Kunstbuch habe ich dort Kunst- und Künstlerbücher versammelt, die mein Interesse weckten und mich selbst zu neuen Arbeiten anregten. 2010 wurden leider so viele Titel entwendet, dass ich beinahe das Experiment im Atelier als undurchführbar beendet hätte. Diebstahl in der Kunst hat nichts Abstraktes.